Die Kunst der Orgie lädt uns ein, in den Akt der Orgie vielfältig einzutauchen. Was verstehen wir unter einer Orgie? Was sind unsere pornografischen Bilder dazu? Welche Fantasien verbinden wir mit ihr? Welche Erfahrungen haben wir bereits gemacht? Und würden wir behaupten, tatsächlich eine Orgie erlebt zu haben? Gibt es eine Definition von Orgie? Ein Richtig und ein Falsch?
Was passiert, wenn eine Gruppe versucht, eine Orgie nicht als Ansammlung individueller sexueller Handlungen, sondern als gemeinschaftliche Praxis zu begreifen?
Gemeinsam wollen wir uns auf die Reise machen, einen möglichen Kern der Orgie freizulegen, um ihn zu erproben. Richtig gelesen, wir erproben eine Orgie, in ihren unterschiedlichen Sequenzen und mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Wir reden über Erfahrungen und Vorstellungen, Wünsche und Ängste. Uber Consent und Grenzen. Es wird Raum für unsere ganz persönliche Lust geben, wie für die Frage nach der Verbindung von Orgie und Gesellschaft.
Am Abend feiern wir dann unsere gemeinsame Orgie. Wir nennen sie Orgia Occulta. Sie führt zurück zu einer uralten menschlichen Praxis: die kollektive Verschmelzung als ritueller Akt. Das Ich tritt zurück, damit das Wir auf sinnliche Weise erfahrbar wird – frei von Rollen, Besitz und Scham.
Das Laboratorium richtet sich an alle, die wahrhaftig gewillt sind, eine Orgie entstehen zu lassen. Die „gemeinschaftliche Erregung“ steht über der Trieberfüllung von einzelnen. Wir heißen alle Geschlechter herzliche willkommen, werden aber auf Parität der biologischen Geschlechter achten.
Leitung: Bille Behr, Steffi Reimann + Assistenz


